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Wolfstein und Wolfshütte
Denkmal seit 1806 im Wald bei Felsberg-Melgershausen
| Zur Erinnerung an den letzten Wolf in Niederhessen wurde am 5. August 1806 vom Spangenberger Forst ein Gedenkstein (Wolfstein) gesetzt und über die hierbei veranstaltete Feier eine Urkunde aufgenommen. |
Inschrift: "Beim zeitige: Först: Grau" | Heinrich Wilhelm Grau war von 1794 bis 1843 Oberförster in Melgershausen. Etwa 1913 errichteten dann Forstbeamte der damaligen Oberförsterei Felsberg in der Nähe des Wolfsteins ein Holzhäuschen. Im Volksmund auch Wolfshütte genannt. In den 40-iger und 50-iger Jahren des letzten Jahrhunderts konnte man diese Hütte noch sehen. An einer Wand unter Glas war die Abschrift der unten aufgeführten Urkunde, allerdings schon recht undeutlich noch zu erkennen. Während die Wolfshütte inzwischen verfallen ist, erinnert der Wolfstein immer noch an den vor 200 Jahren erlegten letzten Wolf in Niederhessen.
Das seinerzeit gefertigte Protokoll vom damals erlegten Wolf soll nun in seiner ursprünglichen Sprache zu uns sprechen:
"Actum Wolfstein, den 5ten August 1806, Nachdem auf einer, von dem Kurfürstlichen Förster Grau in Melgershausen, auf dasigem Forst am sogenannten Kessel veranstalteten und den 18ten November vorigen Jahres gehaltenen Treibjagd von dem im Kurhessischen Gensdarmes Regiment stehenden Herrn Rittmeister von Wolff ein Wolf, am Wäldchen genannt, geschossen, so wurde von mir dem Landjägermeister von Hanstein Veranstaltung getroffen: daß bei der heute auf diesem Forst gehaltenen diesjährigen Forstbereisung ein Stein an demjenigen Platz, wo dieser Wolf geschossen, auf folgende Art zu immerwährenden Andenken gesetzt werden sollte, und wurde dieser Stein mit der Inschrift, den 18ten November 1805 ist hier ein Wolf von dem Rittmeister von Wolff geschossen, gesetzt. Weitere Informationen zum Wolfstein bei Melgershausen. (Kurt Lumm, Melsungen) |
Inschrift: "Den 18te: NO: 1805. ist hier ein Wolff gescho. vom Rit: v. Wolff" | ||
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