Schiedsmann

Wegen der Überbelastung der Justiz ist in Deutschland ein Kläger in Zivilsachen mit einem Streitwert bis 750,00 Euro und in den meisten nachbarrechtlichen Streitigkeiten verpflichtet, vor dem Gang zum Gericht eine Einigung vor einer Schiedsperson zu versuchen - ebenso bei Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Bedrohung und bei Verletzung des Briefgeheimnisses.

Allerdings: Ein Schiedsmann kann schlichten aber nicht richten.

Ein Schlichtungsversuch bei Ihrem Schiedsmann ist schnell bearbeitet, auch außerhalb der sonst üblichen Arbeitszeit, und spart dadurch Zeit und Nerven, ist kostengünstig und führt mit großer Wahrscheinlichkeit dazu, dass der Frieden von Dauer ist, denn keine Partei "gewinnt" oder "verliert". Ziel der Schiedsleute ist die Streitschlichtung zwischen den Parteien durch Vereinbarung eines Vergleichs. Ein Vergleich wirkt wie ein abgeschlossener Vertrag, in dem die Verpflichtungen der Parteien festgelegt werden. Er hat 30 Jahre Gültigkeit.

Schiedsleute arbeiten ehrenamtlich. Es sind lediglich die entstandenen Kosten und die Verfahrensgebühren zwischen 11,00 und 37,50 Euro zu bezahlen - je nachdem, ob ein Vergleich erreicht wurde, oder ob ein schwieriger Fall zu verhandeln war.

Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und haben einen Eid geleistet, der sie verpflichtet, unparteiisch zu sein. Sie unterliegen einer ständigen Aufsicht und Qualitätskontrolle durch die Direktorinnen/Direktoren der Amtsgerichte.

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http://www.schiedsamt.de