Zentrum für interkulturelle Bildung und Begegnung (ZIBB)

RW-Haus

In Felsberg leben derzeit etwa 40 Flüchtlinge, die möglichst zu halten und zu integrieren sind. Da in der Stadt Felsberg keine Baulandreserven mehr aktivierbar sind, muss der vorhandene Baubestand für die Schaffung neuer Beratungs- und Bildungseinrichtungen und neuen Wohnraums genutzt werden. Eine kleine Stadt wie Felsberg kann ihre Verluste bei Gewerbe und Handel nicht kompensieren, sondern muss neue Strategien entwickeln. Die neue Ausrichtung der Stadtentwicklung betont den Tagungs- und Bildungsbereich, um mit neuen Angebotsformen eine gezielte Standortprofilierung zu erzielen.

Damit sollen - gerade auch mit Impulsen des ZIBB - neue und attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze erweitert und geschaffen werden. Neben anspruchsvolleren Arbeitsmöglichkeiten bieten sie auch Beschäftigungsmöglichkeiten mit niederschwelligen Qualifikationsanforderungen, z. B. zur Integration von Migrantinnen und Migranten. Mit dem Aufbau eines „dezentralen Tagungszentrums Felsberg“ mit dem inhaltlichen Profil Migration, Integration und Qualifikation soll auch das vorhandene Angebot zu interkulturellem und interreligiösem Austausch ausgebaut werden.

Die Teilprojekte des Zentrums für interkulturelle Bildung und Begegnung sorgen an drei Standorten für die Einbeziehung der Ortsbereiche und tragen so zur örtlichen Verteilung sozialer Infrastruktur in den Schwerpunkten Beratung, Bildung, Kultur v.a. für Migrantinnen und Migranten bei. Die drei Objekte des ZIBB sind mit eigenem Profil als „Leuchttürme“ über die Stadt verteilt:

  1. Der neu zu belebende Bahnhof prägt die gestaltungsbedürftige Mitte zwischen den beiden Stadtteilen Felsberg und Gensungen. Als Portal für die zahlreichen Pendler bietet er einen interkulturellen Treffpunkt und einen gut erreichbaren Beratungs- und Seminarstandort.
     
  2. Mit dem Robert-Weinstein-Haus aus dem 17. Jahrhundert wird in enger Verknüpfung mit der in Restaurierung befindlichen Synagoge (klassizistisch 1847) ein Kultur-Treff und eine Kunst-Werkstatt geschaffen, die gezielt ein kulturell gemischtes Publikum ansprechen und neues Leben in die Altstadt bringen werden.
     
  3. Der Ausbau des Bildungszentrums Jugendwerkstatt erweitert nicht nur das Qualifikations- und Integrationsangebot, sondern wertet auch den Ortsrand auf und macht ihn erlebbar und attraktiver.

Das Projekt wird vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert. Hier kommen Sie zur Projektseite des hessischen Umweltministeriums.