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Aktion Löscheimer - Feuerwehren brauchen dringend mehr Aktive

Anfang Oktober haben die Mitglieder vom Arbeitskreis Mitgliedergewinnung um Vorsitzenden Klaus Pioro (Heßlar) und Stadtbrandinspektor Markus Semmler (Böddiger) eine gezielte Aktion durchgeführt, um wieder mehr aktive Feuerwehrleute für die Einsatzabteilung zu gewinnen. Zur Unterstützung der Aktion wurden fast 5.000 rote Löscheimer im gesamten Stadtgebiet verteilt. In den Eimern mit der Aufschrift Löscheimer liegt ein Flyer der auf die prekäre Situation hinweist. Drastisch wird geschildert was passiert, wenn die Feuerwehren aus Personalmangel nicht mehr handlungsfähig sind. Dann ruft man wie bisher über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr an. Als zweites soll man 10 Minuten warten und hoffen, dass die Feuerwehr kommt. Wenn nach dieser Zeitspanne noch immer keine Feuerwehr vor Ort ist, soll man schon mal beginnen, die Löscheimer mit Wasser zu befüllen. Wenn das Feuer dann zu groß wird, die Nachbarn informieren und eine Eimerkette bilden (So haben unserer Vorfahren vor hundert Jahren gelöscht). Dieses Schreckensszenario trifft hoffentlich nie ein. Sollte aber die Bereitschaft der Bevölkerung, sich aktiv im Brandschutz zu engagieren weiter zurückgehen, so kann es durchaus soweit kommen, dass man sehr lange warten muss, bis die Feuerwehr in ausreichender Einsatzstärke vor Ort ist. Denn ein Löscheimer reicht nicht, und die Schäden maximieren sich mit jeder Minute um ein Vielfaches. Bisher waren die Feuerwehren nur so stark, weil sie so viele waren, aber die Zahlen der Aktiven sinken immer weiter. Hilfe in Notlagen kann nur gemeinsam geleistet werden Leider wissen das nicht mehr alle Bürger.


Auch Bürgermeister Volker Steinmetz unterstütz diese Aktion und ruft die Mitbewohner auf, sich aktiv zu beteiligen und Menschen in Not zu helfen: ein Wohnzimmerbrand mit giftigem Rauch zeigt sehr schnell die Grenzen des eigenen Handelns auf. Hier kann der gefährliche Brandherd ernsthaft nur von einem erfahrenen Einsatzteam der Feuerwehr gelöscht werden. Steinmetz betont: „Noch können sich die Felsberger auf eine sehr gut ausgebildete, hoch motivierte und hervorragend funktionierende Freiwillige Feuerwehr verlassen. Noch! Doch schon seit vielen Jahren fehlen uns dringend notwendige Einsatzkräfte. Einsatzabteilungen mussten sich schon zusammenschließen, um weiterhin eine zuverlässige 24-Stunden Bereitschaft zu gewährleisten. Denn dafür braucht es wie in der Vergangenheit viele Freiwillige."

Besonders Eigenheimbesitzer und Eltern sind gefordert. Was wäre, wenn beim Brand im eigenen Heim die Feuerwehr nicht rechtzeitig kommt, oder genügend Atemschutzgeräteträger einsatzbereit sind, um Sie und Ihre Kinder rechtzeitig retten zu können? Jeder Mitbürger hat es selbst in der Hand etwas dafür zu tun, dass diese Situation nicht eintritt. Für jede Altersgruppe, von 6 bis 60 Jahren, gibt es in den Feuerwehren Aktivitäten und jeder Mitbürger in diesem Altersbereich hat die Möglichkeit sich aktiv einzubringen.  Wer aus Gesundheits- oder Altersgründen nicht für die aktive Tätigkeit in Frage kommt, sollte zumindest Mitglied im Förderverein Freiwillige Feuerwehr seines Heimatstadtteils sein, um so die Arbeit der Aktiven zu unterstützen.

Aktion Löscheimer Arbeitskreis Mitgliedergewinnung